An die Einwohnerinnen und Einwohner der „schönen Stadt“ Salzburg und aller Länder der Ersten Welt und an alle, die jener Minderheit angehören, die sinnerfassend Deutsch lesen können: Ihr seid eine Minderheit und Eure Enkelkinder werden eine verschwindende Minderheit bilden, aber dennoch verfügt Ihr über großen Einfluss und könnt für den einzig wahren Gott kämpfen, die Liebe. Die Liebe ist allumfassend und umfasst also auch alle Religionen. Die Liebe ist dem Leben zugewandt, dem eigenen, dem unserer Nächsten, dem unserer Fernsten und dem Leben derer, die nach uns kommen werden. Der große, alles verschlingende Götze ist das Geld. Ihm laufen so viele nach. Blind sind sie. Sie sehen nicht, was sie dabei alles zerstören. Sie sehen nicht, wie sie in blindem Eifer sich selbst zu hassen beginnen, dann ihre Nächsten und ihre Fernsten und zuletzt auf diejenigen vergessen, die nach uns kommen werden. Für ihren Götzen verschwenden sie die Zukunft aller. Der große Kampf hat begonnen. Der große Götze ist verführerisch. Wahrlich ich sage Euch: Der große Götze ist gierig, er will immer mehr und mehr. Er ist niemals zufrieden. Indem Ihr dem Götzen dient, richtet Ihr Eure Welt zugrunde. Wenn Ihr nicht umkehrt, werdet Ihr verbrennen. Wie angezündet vom Erzengel mit dem großen Flammenschwert wird Euer Land verbrennen. Dann werden Eure Flüsse versiegen und Euer Land wird unfruchtbar. Der Götze hat viele Gesichter. Hier die Gesichte, wie sie mir offenbar wurden: Wenn Ihr weiter mit derselben Gier den Boden verbraucht, wenn Ihr die lebendige Erde mit totem Beton versiegelt, dann werden Eure Kinder einmal mit den Fingernägeln den Beton aufreißen, damit sie noch ein Stückchen Erde finden, wo sie ein paar Kartoffeln anbauen können. Und die „schöne Stadt“ wird kein lebenswerter Ort mehr sein, sondern eine Ruine in einer Steinwüste. Von welcher Gier spreche ich? Von der Gier nach immer mehr Wohnraum. Viele haben bereits so viel Raum, dass sie diesen nicht mehr bewohnen können und dennoch horten sie mehr, gar nicht, weil sie darin wohnen wollen, sondern weil der Raum selbst ihrem Götzen dient, dem Geld. Er frisst Wohnraum und wird dadurch noch feister. Die Gier nach Geschwindigkeit. So schnell als möglich und jederzeit von einer Türe zur anderen zu fahren. Die Gier nach Auswahl. Ein Geschäft um die Ecke, mit einem kleinen Sortiment, reicht nicht aus für die ausufernde Gier. Alles soll jederzeit griffbereit zur Verfügung stehen. Dafür seid Ihr bereit so vieles zu opfern. Und was gewinnt Ihr dabei? Was gewinnt Ihr? Dann kommen die Kombinationen! Geschwindigkeit kombiniert mit Gier wird in den Konsumtempeln zelebriert. Ihr habt diese Tempel nicht in den Stadt- und Ortszentren gebaut, weil sie dort neben Euren Kirchen zu dem verblassen würden, was sie sind, nämlich Orte einer aufgeblasenen Scheinwelt. Götzen-Dienst-Tempel. Nein, Ihr habt für sie grüne, saftige Wiesen am Rande Eurer Wohnorte platt gemacht, damit nichts den Götzen-Dienst stören möge. Eure Kinder, die dort nie eine Blume haben blühen sehen, glauben heute schon, es sei normal, es sei schon immer so gewesen. Der Götzen-Tempel ist bequem zu erreichen, er ist fast jederzeit geöffnet und in seinem großen Maul verschwindet Euer Obulus. Für alles müsst ihr zahlen, sogar für das Verweilen. Das Blendwerk ist leicht zu durchschauen: Geht einmal ohne Obulus in der Tasche, ohne Geld in den Tempel. Es wird Euch die Augen öffnen. Ihr seid plötzlich fremd in einer Scheinwelt. Ihr habt nicht mehr Anteil, bekommt keine Nahrung für den Hunger, dürft nicht einmal betteln und wenn der Schlaf Euch überkommt, dürft Ihr Euch nicht hinlegen zu einem Nickerchen, wie unter der Linde am Dorfplatz. Und Eure Energie-Gier! Glaubt nicht Ihr könnt ungestraft Eurer Energie-Gier frönen und ungehemmt die zu Stein gewordenen Wälder der Vergangenheit verheizen. Dann werden zuerst Eure Wälder verbrennen, dann Eure Felder und zuletzt Ihr selbst. Wenn Ihr glaubt, Ihr könnt weiter mir Euren Explosionsmotor-Droschken ungehindert in den Städten herumrattern, dann wird Eure schöne Stadt zu einem gesundheitsgefährdenden Park- und Stauplatz und Eure Kinder werden vom Keuchhusten wie die Fliegen hinweggerafft werden. Wenn Ihr glaubt, Ihr könnt Eure Droschken unbegrenzt füttern, dann überseht Ihr in Eurer Gier, wen vor allem Ihr dabei fett macht: Die Superreichen und die Wohl-Gefütterten aus den Wüstengebieten. Sie werden letztlich alle kommen und alles, was bei Euch schön ist, kaufen. Sie werden die Grundstücke und Häuser und Wohnungen in den schönsten Gegenden kaufen und Eure Kinder werden keinen Ort mehr haben, an dem sie Ihr Haupt in Ruhe betten können. Sie werden ihre Besitzungen umzäunen, verschließen, verbergen, verstecken und Eure Kinder werden mit fast nichts auskommen müssen. Zudem hat Eure Gier furchtbare Auswirkungen in anderen Teilen der Welt. Diese Menschen machen sich auf und kommen zu Euch. Niemand wird sie stoppen können. Sie werden immer mehr und mehr wie das Meer, das steigt und steigt. Dann werden neue Städte gebaut werden müssen, aber keine schöne Stadt, sondern Städte wie eine Notdurft. Wahrlich ich sage Euch, Ihr müsst Eure Gier zügeln und in Schranken weisen, oder es wird nichts mehr sein. Das sage ich und schreibe ich Euch an meinem Geburtstag, dem 25.September 2016, der Stadt und der Welt als Mahnung zur Umkehr.

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