Theater über die Zukunft Salzburgs W= Wahrsagerin/Zauberin T= Tyrann P=Pessimist O=Optimist 1.Aufzug/ 1.Auftritt Die Wahrsagerin steht verkehrt da (Tyrann stößt an die Wahrsagerin) W: Wo leben wir? WO leben wir? T: Na wo denn? In meiner Welt natürlich. Stimmt’s, ihr zwei? P: Welche Welt? Meinst du etwa denn verschmutzten, ärmlichen Erdklumpen? Die Asche und der Staub vom Krieg, bevölkert mit der Spezies Mensch, welche versuchen, sich gegeneinander auszulöschen? O: Nun hör aber auf! Siehst du nicht, wie viel wir schon im Leben erreicht haben? Die Technik schreitet voran, wie noch nie zuvor und wer weiß, vielleicht ist bald das Leben auf einen anderen Planeten möglich! W: Wo leben wir? Wo leben wir! In Zeiten des Kriegs und einer anfangenden Völkerwanderung besitzt jeder von uns einen Platz in unserem wunderschönen Bunker, dem Paradies. Hier leben wir in Sicherheit, arbeiten an tausenden Projekten und werden bald mit selbstfahrenden Ferraris durch die Gegend kurven können. Die Wissenschaft wird neue Schätze im Universum finden und vielleicht können wir bald 200 Jahre alt werden, in unserem sicheren Bunker. Wir wissen sofort über alles bescheid, denn das Internet ist wie ein Blitz und bald werden wir in einem Caféhaus ein Gespräch mit unserem Handy führen, denn mit einem tollen Handy kann man bestimm die besten Gespräche führen, für was also einen Freund? In unserem einzigen schönen Bunker. Die Medizin entwickelt sich immer weiter und auch wenn wir täglich Antibiotika das wir zuvor Tieren zum fressen gaben essen, tausend Allergien bekommen, leben wir immer länger. Menschen arbeiten hart an ihren Träumen, von einer sauberen Umwelt bis hin zum Traum reich und bekannt zu werden. Doch teilen wollen wir unser großen Schatz, das Leben in unserem Bunker –nicht! In Zeiten des Krieges und einer anfangenden Völkerwanderung führen wir lieber nette Gespräche mit unserem Smartphone als Menschen ohne Bunker zu helfen. Diese kämpfen tagtäglich ums Überleben doch aufnehmen werden wir sie nieeeee! Kein Plätzchen frei und teilen-nein!!!Sie könnten uns doch etwas stehlen oder einen Arbeitsplatz wegnehmen. Ach was seh’ ich doch nur in unserer Zukunft; Diese Außerirdischen mit ihren neuen Kulturen schädigen uns doch bloß, wie ein Parasit seinen Wirt. Warum also unseren Bunker, in dem wir schon zahlreiche Schätze gesammelt und entwickelt haben für etwas Neues ersetzen, denn unseren Bunker zu teilen, kommt nicht in Frage. Doch Nachher ist man immer schlauer-in der Zukunft! T: Mein Reich (Mit der Zeit verändert sich der Gesichtsausdruck des Tyrannen immer mehr, bis er es nicht mehr aushält und eine energische Handbewegung macht) Nachher, nachher, ich bin jetzt schon schlau genug, Mein Reich, das größte auf Erden, dass es je geben wird werden, riesig soll es sein und ein Heer von Menschen soll es führen, ich an der Macht, das ist zum gratulieren. Wie der hellste Stern am Himmel, wie der Kern der Zelle und wie des Elefanten’ s Elfenbein, so soll es sein. Mein Reich Ich bin es, der vergöttert wird, denn alle werden nur mich ehren, ja ich bin es, auf den alle schauen. Mein Reich. Alle werden mich lieben und wenn nicht, dann werden sie’s schwer haben, nicht so wie ich, ich wird nichts Gutes tun, echt nicht, ich wird der Welt aber das Beste geben, Ich in Meinem Reich. Tage werden vergehen und Bäume werden sterben, aber mein Reich wird sicherlich nicht verderben, es wird wachsen, und wenn es schon die ganze Welt beherrscht, dann wird es noch kommen, bis ins Universe, es wird groß, fortgeschritten, entwickelt und vor allem mächtig sein, denn es wird sehr schnell gedeihen. Mein Reich. Es wird Früchte bringen, und die Frauen, werden mir Lieder singen, jeden Tag aufs Neue, werden sie mich ehren, Mich ihren Heeren. Mein Reich wird nie zugrunde gehen, problematisch könnte es höchstens werden, wenn die ersten selbstdenkenden Roboter entstehen. Auch Aliens könnten mein Reich gefährden, dann muss ich mich eben bergen. Aber, was rede ich denn da?! Es ist doch klar: Ich werde das schon hinkriegen, denn gegenüber unserer fortgeschrittenen Wissenschaft, sind selbst die nur Fliegen! Also: Was brauchen wir Bunker, was brauchen wir Schutz, in Meinem Reich gibt es keinen Schutz, für Macht muss man kämpfen. Bum P: Bum macht es, der Knall den ich hör, der Knall den ich hör, der Lärm, der alles zerstört, was im Leben ist mir wert. Bum macht es, und weg ist die Liebe, das Wissen, das wir werden missen, denn es macht Bum. Warum? Es ist mir nicht wert, die Tage zu zählen, die noch vergehen, bis es macht Bum. Die Anstrengung des Lebens, die Lust des vergebens, das Leben zu Lieben, und Freude zu genießen. Es ist es nicht wert, denn dann kommt eder Tag, den ich nicht zähle, denn die Lust zu lebe, sie ist weg, denn es macht Bum. Die Technik ist weg und die Wissenschaft verreckt, denn die Splitter der Zukunft, werden zieh’ n sie in den Dreck, wene se macht bum. Dann nützt es nichts zu wissen übers Leben, dann reicht es zu überleben. Und nicht die Lust des Lebens zu erwägen, wenn es Bum macht. Dan sind es wir weg, dann sehen wir alt aus, und laufen hin, dort wo es nicht Bum macht. Dort wo dieser Ort sich findet, und am Horizont die Gewalt schwindet, wo sich alle gerne haben, bis es Bum macht. Denn da sind Menschen, gut und schlecht, manche verweigern die Realität, manche haben Visionen, und thronen mit goldenen Kronen, bis es Bum macht, und wir nichts mehr haben, von der Welt, die wir aufgebaut haben, in Millionen von Jahren, bis es Bum macht, ein letztes Mal Bum. O: Ach du mit deinem Bum, Bum Bum, die Zukunft muss nicht so werden wie die Vergangenheit, sie wird schöner. Die Menschheit muss nur aufpassen, dass sie nicht zu modern wird. Denn wenn beispielsweise jeder Staat Atomwaffen besitzen würde, dann wären die Folgen katastrophal. Wenn wir wollen, dass es unseren Planeten Erde auch in einigen hundert Jahren gibt, dann müssen wir etwas gegen den Klimawandel tun. Denn wollen wir wirklich, dass die Eisberge schmelzen und wir aufgrund des Anstiegs des Meeresspeigels bald Salzwasser vor unserer Tür haben? Wir müssen uns auch gesünder ernähren. Das Fleisch sollte aus biologischer Landwirtschaft kommen, nicht aus Massentierhaltungen. Wenn wir eine schöne Zukunft wollen, dann müssen wir auch einiges dafür tun. Da es in österreichischen Städten, also auch in Salzburg, einen hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten gibt, gibt es auch viele unterschiedliche Kulturen. Wenn jeder den anderen so akzeptiert, wie er ist, dann wird ein friedliches und gemeinsames Zusammenleben sicherlich auch in Zukunft möglich sein. Natürlich wird es immer Menschen geben, die sich gegen diesen Multikulturalismus stellen werden. Die Mehrheit bestimmt schließlich, was geschieht. Denn das ist die Basis der Demokratie: Das Volk entscheidet und die Mehrheit siegt immer. Daher soll die Demokratie auch bleiben. Wir alle müssen dafür sorgen, dass es auch in den kommenden Generationen so schön geht, wie es uns geht. T: Pah, du hältst dich mit deinen „wahnsinnig klugen“ Sprüchen wohl für einen zweiten Meister Yoda. Aber, eines sage ich dir: Die Macht ist mit MIR! Nicht mit dir. Also, sieh es doch endlich ein, mein kleiner grüner Freund. O: Aber die Welt gehört nicht nur dir, sie gehört uns allen. Deine sinnlosen Sätze werden für immer nur Tagträume bleiben. Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung ist genügend gut gebildet, um zu wissen, was du für einen Schaden anrichten würdest, wenn du an der Macht wärst. Daher wird dich keiner bei deinem Machtaufstieg unterstützen. P: Regt euch nicht auf. Spätestens morgen sind wir eh alle tot. Man braucht sich gar keine Gedanken mehr über die Zukunft zu machen. Spätestens in 50 Jahren sind wir sowieso alle nur mehr schwarzer Staub. T: Staub zu Staub! Mein Reich wird aber ewig bestehen. Es ist bereits zu spät, nun gibt es keinen mehr, der mich noch aufhalten könnte. VENI, VIDI, VICI!!! (stößt Kampfschrei aus, danach Gefecht, Holzzepter wird niedergeritten) W: RUHE! (Sie versteinert alle 3 und beginnt zu reden) Wir streiten uns um den Bunker, bekämpfen uns und wollen an die Macht-teilen nein Danke, was dabei herauskommt sieht man wohl sehr gut, in meiner Kugel, der Zukunft, doch ob man es nicht auf einen anderen Weg hätte lösen können-es liegt in eurer Hand, ihr seid die Zukunft, doch denkt daran auch das Leben in einem sicheren Bunker, wie unserem multikulturellen Schatz Salzburg kann zu Ende gehen. Doch ich sehe, ihr werdet die richtige Entscheidung treffen, die Wirtschaft wird aufblühen, wir werden neue Kulturen kennenlernen, zusammenleben in Frieden und teilen, all unsere Schätze, die wir besitzen.

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