Diskurs über Prophetie eröffnen

Der alte Monolog des Intuitiven

(die Versprachlichung der Bilder, die Verbildlichung der Sprache) in der Brennkammer der Gefühle findet sich heute auch wieder bei der Demagogie gewisser BürgerInnen, deren Angst-Räume sie mittels „höherer kultureller Legitimation“ politisieren.

Die ProphetIn ist aber selbst das Gegengift gegen die n u r emotionale Wirkung seiner/ihrer Phantasien. Sie/Er spürt nach, erfüllt und verstärkt kollektive Erfahrungen. Also ist in jedem letztlich poetischen Ausdruck eine Gelegenheit für die Hörenden, sich selbst zu finden. Die ÜBERzeichnung setzt die emotionale Topographie gegen die jene Gefühle auslösende äußeren Willenstopographien – gegen die Macht. Das Entstehen einer ordnenden Überzeichnung subjektiver Bilder über die Zukunft Salzburgs kann die eigene begrenzte Sehnsuchtssphäre unterscheiden und so diesen Visionierungsvorgang als individuelle Bewältigungsform verallgemeinern.

Die utopische Vermutung wäre:

Als allen zugängliche Instanz der zuerst inneren, dann äußeren Befreiung im poetischen Diskurs, durch entäußerte Gefühle in Bildern geronnen, führt diese in ihrer Überschneidung mit der Wirklichkeit eine Balance zwischen dem das mich Betreffende und das alle Betreffende herbei.

Leave a Reply